„Tierhalter - nein, danke!“

Bei Vermietungsaufträgen höre ich sehr häufig: „Keine Tiere!“ Und das sehr resolut, ohne Abstufungen oder Überlegungen, unter welchen Umständen ja, unter welchen nein. Ich frage mich oft, warum das so ist. Zumal ich selbst immer mit Tieren gelebt habe. Jahrzehntelang mit Katzen, derzeit mit meinem Hund Egon. 

 

Klar weiß ich, dass ein Eigentümer davon ausgeht, dass Schäden entstehen können und möchte diese von vornherein ausschließen. Und tatsächlich kann das passieren. Muss aber nicht.

Und worüber reden wir? Mein Kater Max hatte es immer auf das Krallen an den Türgummis abgesehen. Sehr wohl trotz Kratzbaum und Möglichkeiten, nach Draußen an die Bäume zu gehen. Aber ehrlich, was ist das Problem? Ich habe die Türgummis am Ende austauschen lassen und die Versicherung ist dafür aufgekommen. Null Probleme.

 

Glücklicherweise vermiete ich auch für Vermieter, die mit Tieren im Haushalt kein Problem haben. Da geht mir jedes Mal das Herz auf! Zum einen, weil ich Tiere grundsätzlich sehr liebe und zum anderen, weil ich wieder Tierbesitzer richtig glücklich machen kann!

 

Aus meiner Sicht sind Mieter, die Tiere halten und besitzen, von vornherein verantwortungsbewusst und zuverlässig. Sie sorgen für ein Tier (oder mehrere) tagtäglich neben der Arbeit, auch wenn sie selbst oder der tierische Liebling mal krank sind. Und machen sich sorgsam Gedanken, wenn Urlaub angesagt ist. Egal, ob Hund oder Katze, die Tiere wollen in jeder Situation liebevoll umsorgt sein. 

 

Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und "Herz" - das sind schon mal Kriterien für einen „guten“ Mieter! Selbstverständlich neben den anderen Entscheidungskriterien, an erster Stelle der Bonität. 

 

Aber auch die Stabilität und Langfristigkeit des Mietverhältnisses sprechen aus meiner Erfahrung für Mieter mit Tier. Hier sind Wohnungswechsel extrem selten gewünscht und mit wesentlich mehr Aufwand verbunden. Ein Tier schafft sich in der Regel nur an, wer stabil lebt und der Verantwortung gerecht werden möchte und kann.

 

Abschließend noch ein paar Zahlen:

2019 gab es bei uns in Deutschland 14,8 Millionen Katzen in 23% aller Haushalte und 9,4 Millionen Hunde in 19% aller Haushalte.

 

Ich finde, liebe Vermieter, dass es an der Zeit ist, bei der Auswahl der Mieter „breiter“ zu denken.

Und ich unterstütze Sie selbstverständlich gerne dabei.